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shift+enter – Virtuelle Zusammenarbeit

Umbruchstimmung

Es besteht die Möglichkeit, dass sich Gesellschaft, Wirtschaft und unser Handeln durch die Krise elementar und nachhaltig verändern. Wie groß die Veränderungen sein werden und wer sie besonders deutlich spüren wird, ist völlig unklar.

„Unbestritten ist jedoch, dass in jeder Veränderung auch eine Chance steckt.“

Es gibt gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen, denen wir von Norwin uns besonders verbunden fühlen. Weil wir einen Beitrag dazu leisten können, weil wir eine Expertise mitbringen, weil wir Leidenschaften hegen. Unsere Gedanken haben wir aufgeschrieben. Der Fokus liegt klar auf dem Positivszenario. Denn schlechte Nachrichten gibt es schon genug.

Unsere Reihe nennen wir shift+enter – Umbruchstimmung. Wer sich mit uns austauschen möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu melden. Egal ob telefonisch, per Mail oder hier.

 

 

Die Entwicklung: Wir werden sensibler für Bedürfnisse und gehen bewusster mit Verantwortung um

Arbeiten 4.0, Digitalisierung von Arbeitsprozessen, remote work. Wenn es um den Wandel im Unternehmen geht, denken die meisten zuerst an die technischen Herausforderungen, die bewältigt werden müssen. Und selbstverständlich sind die nicht von der Hand zu weisen. Von der analogen To-Do-Liste und Warenverwaltung hin zum digitalen Projektmanagement mit Ressourcenplanung und professionellem Warenwirtschafts- und CRM-System ist es oft ein weiter Weg.

Es gilt, Mitarbeiter:innen in die Weiterentwicklung von (Kern-)Prozessen einzubinden, Stärken neuer Teammitglieder sinnvoll zu nutzen und die Wissensvermittlung effektiv zu gestalten. Der digitale Wandel ist so individuell wie Geschäftsmodell und Unternehmenskultur derjenigen, die ihn anstreben.

Was in der Krise jedoch viel deutlicher hervorgetreten ist: IT ist nur eines der Themen, mit denen sich Unternehmen beschäftigen müssen. Virtuelle Zusammenarbeit unterscheidet sich in vielen Punkten signifikant von dem direkten Austausch am Arbeitsplatz. Wir müssen auch auf Distanz gut miteinander kommunizieren, wollen niemanden auf dem Weg verlieren, Missverständnisse möglichst vermeiden. Und vor allem wollen wir motiviert bleiben.

 

 

Wie geht wir miteinander um?

Soziale Resonanz hatte bislang nicht in jedem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Durch die Auswirkungen der Krise werden wir sensibler für unser Gegenüber. Wir erkennen, dass Homeoffice für jede Person etwas vollkommen anderes bedeutet. Auch vorher waren private Umstände unserer Mitarbeiter:innen schon vollkommen unterschiedlich. Nun tritt das noch viel deutlicher zutage. Denn wer sich zuhause um zwei kleine Kinder kümmert, arbeitet anders als diejenige, die allein lebt, womöglich mit psychischen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und einen gleichbleibenden Tagesablauf dringend benötigt. Wer schon oft selbstorganisiert tätig war und beispielsweise Erfahrung aus Selbständigkeit oder agilen Teams mitbringt, kann seinen Tag womöglich besser strukturieren als jemand, dessen Tanz- und Verantwortungsbereich immer klar abgegrenzt war.

Covid-19 zwingt viele Teams dazu, ihre Arbeitsprozesse und ihre Kommunikation radikal anzupassen. Flexibilität ist plötzlich noch viel mehr gefragt: Wer kann sich schnell auf die neue Situation einstellen? Wer reagiert nur langsam auf veränderte Bedingungen? Auch die Problemlösungskompetenz und Lernfähigkeit von Mitarbeiter:innen wird noch mehr in den Vordergrund gerückt. Entscheidungen werden selbständiger im Sinne des Unternehmens getroffen. Neue Technologien werden neugierig ausgetestet, statt sich vor ihnen zu verschließen.

 

„Menschen, die dazu in der Lage sind, die Bedürfnisse ihrer Teammitglieder zu erkennen und zu beantworten, sind gefragter denn je.“

Feedback ist noch wegweisender geworden. Und zwar solches Feedback, das sachbezogen, zeitnah und lösungsorientiert erfolgt. Um auch in unübersichtlichen Situationen den Überblick zu behalten, ist Transparenz ein noch entscheidenderer Faktor geworden. Wir sind bereit, unsere Arbeitsergebnisse offener zur Diskussion zu stellen, unseren Weg dorthin für die Kolleg:innen zugänglich zu machen. Wir gehen davon aus, dass Kritik zum Fortschritt aller beitragen kann. Umgekehrt machen wir Fehler nicht mehr länger zum Problem, sondern sehen die Chancen. Wir fragen uns, wie wir die Zusammenarbeit gemeinsam verbessern und die Stärken des Einzelnen nutzen können. Wir geben offen zu, dass Richtungswechsel und Verluste zum Tagesgeschäft gehören, statt permanente Leistungssteigerung und bedingungsloses Wachstum in den Vordergrund zu rücken. Menschen, die dazu in der Lage sind, die Bedürfnisse ihrer Teammitglieder zu erkennen und zu beantworten, sind gefragter denn je.

 

 

Wie veranstalten wir Meetings?

Kommunikation im digitalen Raum verlangt uns einiges ab. Fokus, eine präzise Ausdrucksweise und eine klare Zielsetzung. Der Vorteil: Alles, was wir in der Krise gelernt haben, können wir auch später gewinnbringend einsetzen. Wir fragen uns, ob unser Redebeitrag sinnvoll ist, bevor wir sprechen. Die Zeit unseres Gegenübers ist ein hohes Gut – wir gehen sorgsam damit um. Und wir vermeiden Stillstand, indem wir uns besser auf Diskussionen vorbereiten. Ziele werden zu Beginn bereits klarer gesetzt.

„Es gibt fortan weniger Meetings, deren Sinn und Besetzungsstärke sich auch in der Rückschau nicht recht erschließen will.“

Gute Moderator:innen können die Ergebnisse von Meetings maßgeblich beeinflussen. Sie stellen eine Verbindung zu allen Meetingbeteiligten her, fragen beim Start ins Meeting die aktuelle Stimmung ab und schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der auch stille Teilnehmende ihre Meinung äußern können. Sie stellen gemeinsam mit allen Anwesenden klare Kommunikationsregeln auf und verteilen Rollen, damit niemand unbeteiligt aus dem Treffen geht. Das Commitment für die nächsten Schritte führen sie ebenso herbei wie einen offenen Austausch zur gemeinsamen Arbeitsweise.

 

Wie gehen wir mit Verantwortung und Macht um?

Zunächst einmal ist davon auszugehen, dass jeder etwas zur Zielerreichung beitragen kann. Auf Distanz ging es während der Krise plötzlich darum, unserem Gegenüber mehr Vertrauen zu schenken. Und das galt auch für die Führungsebene, die gerne Zeiterfassungen kontrolliert. Wer intrinsisch motiviert ist, hat wenig Gründe, sich auszuklinken. Eine sinnstiftende Vision ist nur einer der Bausteine, die dazu notwendig sind. Mitarbeiter:innen wollen Ziele und Maßnahmen nicht nur nachvollziehen, sondern selbst mitgestalten können. Auch neue digitale Arbeitsprozesse werden deshalb von denen gestaltet, die unmittelbar von der Umsetzung betroffen sind.

„Niemals rennen, niemals schreien.“

Kompetenzbasierte Führung wird immer relevanter. Denn schöne Titel auf der Visitenkarte macht noch lange keine Experten. Führungskräfte nehmen seit der Krise vermehrt ihre tatsächliche Funktion wahr. Sie geben Orientierung, leiten an und schaffen Freiräume, motivieren, vergeben Aufgaben nach Stärken und räumen Hindernisse für ihr Team aus dem Weg. Sie sind dazu in der Lage, eine gewisse Wertestabilität zu vermitteln und agieren nach dem Motto „niemals rennen, niemals schreien“. Ihre Haltung gegenüber Kritik und Veränderungen ist offen und positiv. Mitarbeiter:innen begreifen sich mehr als Wertegemeinschaft, die viel für das Unternehmensziel leistet und gleichzeitig aufgefangen wird, wenn Herausforderungen ins Haus stehen.

 

 

 

Welche Chancen für Teams, die virtuell arbeiten, ergeben sich bereits jetzt?

  • Arbeitsprozess gemeinsam hinterfragen und gestalten
  • Ergebnisse transparenter offenlegen und Feedbackprozesse ritualisieren
  • Ziele gemeinsam definieren und Erreichtes feiern
  • Fokus auf Teamentwicklung und Förderung des Einzelnen legen
  • Arbeitszeitmodelle flexibler gestalten

 

Das war unser Positivszenario zum Thema virtuelle Zusammenarbeit. Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg im Umgang mit digitalen Herausforderungen finden. Einige Unternehmen haben bereits Orientierungshilfen geschaffen. Auch dort, wo Homeoffice und remote work nicht umsetzbar sind, kann die Automatisierung von Prozessen dafür sorgen, dass Zeit sinnvoller genutzt werden kann.

Unser Positivszenario kann nicht vollständig sein. Wir schätzen einen vielfältigen Diskurs und freuen uns über weitere Anregungen zu unserem Thema.

Was glaubt ihr, welche Chancen gibt es für die virtuelle Zusammenarbeit? Jetzt und in den nächsten Monaten? Wir freuen uns auf Gespräche mit euch. Ganz unkompliziert per E-Mail, Videokonferenz oder am Telefon.

 

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